Puszta – Heiß wie Paprika

Die vergangenen vier Tage war Fahr-Training angesagt. In Ungarn – mitten im Juni – stiegen die Temperaturen auf 35°C Luft. Der Teer heizte damit auf über 50° C auf. Wir waren mit sehr guten langjährigen Freunden zum Panoniaring aufgebrochen, um unsere Fahrkünste zu verbessern. Veranstalter war „Valentinos“ und das ist den Jungs und Mädels prima gelungen. Es gab viel Fahrzeit und zur Würze mehrere Sprint- und ein Endurancerennen. Aus Freude am Neuen haben wir uns für das 2-Stunden-Endurance-Rennen eingeschrieben. Mit meinem Sohn habe ich ein Team gebildet und unsere Fahrzeiten eingeteilt. Zweimal vierzig- und zwei Mal zwanzig- Minuten-Einsätze hatten wir als machbar geplant und auch umgesetzt.
Den Le-Mans Start wollte Junior, wenn er auch der Fittere ist, doch nicht machen und so habe ich mein „Erstes Mal“ den Sprint über die Startzielgerade zum Moto hingelegt. Am Nachmittag kühlte es schon ein bisschen ab und ich hatte den Trainingsturn davor in der Mittagshitze ausfallen lassen. So ein Rennen ist eine klasse Erfahrung. Eine 3-Sekunden-Zeitverbesserung sprang auch raus, weil im Sportlichen Modus immer nochmal mehr Schub aus einem selbst komt, als wenn man so „vor sich hintrainiert“. Das haben wir die vier Tage reichlich gemacht. Junior mit seiner neu erworbenen YZF R3 (42 Pferdchen) und ich mit meiner SV 650, mit der ich ein gutes Stück vertrauter wurde. Leistungsmäßig waren wir am Platz die Schlusslichter. Es sind halt viele 600er und 1000er dabei, die es richtig können. Aber durch VALENTINOS Klasseneinteilung kam man sich nicht ins Gehege und wir konnten unseren „Ausbildungsbetrieb“ sicher durchführen. Nach jedem Turn wurde Fahrerfeedback zwischen uns besprochen. Und so konnten wir immer eine Verbesserung nach der anderen durchführen. Ob Haltung (weiter hinten sitzen statt nur am Tank, Körperverlagerung zur Kurve auch links raus), Blickführung, Einlenk- und Bremspunkte, Gangwahl, Variation der Linien (Max Neukirchner als Instruktor sind wir einfach mal hinterher gefahren) , das alles ging bei soviel Fahrzeit ohne Renndruck am besten.
In unserem ersten Endurance-Rennen haben wir dann doch den 2. Platz gemacht und waren damit echt überrascht worden, als wir auf das Treppchen durften (Vorteil wenn man in einer Exoten-Klasse antritt). Ein kleine Trophäe haben wir also am 19. Geburtstag vom Sohnemann on Top als „fiib it Racing Team“ gewonnen. Pannonia, VALENTINOS und einfach den Entschluss, mal zum Training auf den Track zu gehen, kann ich nur jedem/r ans Herz legen. – Moto ist ein praktischer Sport und da kann ich nur Praxis empfehlen. Fahren, Fahren und nochmal Fahren. Mit Konzept und Verstand. (Bilder folgen)
Nächster Stop ist Most (CZ) und wir freuen uns schon, mit der Moto Klassik und vielen guten Freunden an den Start zu rollen.