(Deutsch) Fiib Feed: Nachhaltigkeit

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(Deutsch) Fiib-Feed: Haltet zusammen!

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(Deutsch) Fiib-Feed: Wachst doch – mit Feedback!

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Feedback Montag-Fortsetzung

Nicht geschimpft ist gelobt genug. Schon mal gehört? Es ist das Gegenteil von dem Trainerspruch „Loben zieht nach oben!“ Es ist nicht nur das Gegenteil – es ist auch ein Zeichen von Bequemlichkeit. Wir denken hier an die Seite, die Feedback gibt (Trainer) oder nicht gibt bzw. nicht zu geben bereit ist. Bereitschaft, ein richtiges Feedback zu geben, setzt Kenntnis voraus, was richtiges Feedback ist. Hier geht’s darum, dazu die richtigen Dinge zu kennen und die richtigen Dinge dann richtig zu machen. Was ist richtiges Feedback? Seit Jahrzehnten die Domäne der Psychologen! Die Formeln dazu sind unzählig und eigentlich kreisen sie doch nur darum, wie man Feedback „in jemand anderen hineinkriegt“. Die Beziehungsebene muss dabei unbedingt erhalten bleiben. Das ist der Anspruch. Und so läuft es seit Jahrzehnten schief. Nichts für ungut, liebe Psychologen. Aber Feedback war für Euch eine Metapher, aus der Technik entlehnt und Ihr seid Geisteswissenschaftler.

Ich meine, man muss Feedback wieder zurückdenken und zurückbringen, wo es herkam. In die Technik. Es geht dem Ursprung nach um technische Prozesse, in denen Rückkopplungen eine Aussage und einen – nennen wir es mal – Wirkwert haben. – Ja, ich bin auch kein Techniker, aber ich habe viel Respekt davor und habe mich durch meinen Sport geduldig eingearbeitet. Eine Lektion, die ich aus dem Technikfeld gelernt habe, ist der absolute Vorrang von Qualität. Werkzeug, Teile, Arbeitsdurchführung (Prozess) muss von bester Qualität sein. Improvisationen, als Ausnahmen, können keine Regel werden. In diesem Zusammenhang baue ich immer auf ein Buch, das mir wirklich sehr geholfen hat. Es ist von Robert M. Pirsig. Es heißt „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten.“ Die englische Originalausgabe ist aus dem Jahr 1974. Was Pirsig am Bespiel einer Motorradreparatur entwickelt, ist die Qualität, die aus der Liebe zu einer Arbeit entsteht. Alles muss passen, damit es laufen kann. Um es hinzukriegen, muss alles klar sein. Umgekehrt entsteht eben keine Qualität.

Damit sind wir wieder bei dem Ausgangsgedanken von der Liebe zum Feedback, die nur ganz sein kann und nicht halbherzig. So rate ich davon ab, mal schnell etwas zu Feedback zu lernen und das dann schnell umzusetzen. So wird das eben nichts. Das es so nichts wird, belegen die vielen und teilweise regelmäßigen Umfragen, die veröffentlicht werden, und zwar weltweit. Ein globales Hass-Liebe-Bild zeigt sich, das geprägt ist von dem Wunsch nach Feedback (wie es sein soll) und nach der Ablehnung von Feedback (wie es ist bzw. erlebt wird). Das Image von praktiziertem Feedback ist desaströs, wo das Image von der Kategorie Feedback „noch“ einigermaßen gut ist – als Sehnsuchtsposten vielleicht. Also widme ich diesen Montag der Qualität von Feedback, weil sie so wichtig ist, damit Feedback überhaupt wachsen kann, in Liebe zu ihm.

In diesem Sinne

Fiib it!

Euer Gerald Marimón cla

Feedback Montag – Fortsetzung

Wiederholung langweilt! Sie ist Zeitverschwendung. Neues muss her. Immer Neues. Das fordert die Kreativität und Improvisationsfähigkeit. Neues weckt Neugier und aktiviert die Aufmerksamkeit. Ganz normal. Ganz natürlich. – Ganz falsch! Im Kaizen bzw. im KAIWIN gehen wir den Weg der kontinuierlichen Verbesserung. Wir glauben, dass aus dem ständigen Verbessern kleine Innovationen erwachsen. Die Lust am Forschen und Erfinden wird so ebenso befriedigt wie bei permanentem Auf-den-Kopf-stellen. Nur eben sanft, achtsam und im Frieden. Heute wird viel nach Disruptionen gefragt und diese eingefordert. Abriss. Lösung vom Alten. Erproben des Neuen. – Aber eine Gewöhnung steckt doch auch darin! Es muss nur immer lauter, drastischer und provokanter werden. Denn die Nebenfolgen sind Abstumpfung. Die Werbung gibt davon ein beredtes Beispiel. Sie muss „krass“ sein. Alles muss krass sein.  Menschen gewöhnen sich nun aber mal an „krasses“ und dann muss es eben noch krasser sein. Abstumpfung ist es, die überwunden werden muss. Abstumpfung ist aber auch ein Selbstschutz. Kognitiv arbeitet jeder Mensch auf einer sehr natürlichen Effizienzbasis. Was nichts bringt, wird nicht weiterbearbeitet und auch nicht wiederholt. Fehler oder Fehlentscheidungen oder Fehlverhalten zu wiederholen wäre nicht klug, oder? Schon gar nicht mit einem Plan! Alles Überflüssige und ach der Überfluss rauscht durch oder allenfalls mit.  Im Zustand der permanenten Angeregtheit, Erregtheit und Aufgeregtheit soll aber niemand zur Ruhe kommen. Die gehetzten Zeitgenossen Ächzen – aber sie müssen weitermachen. Information-Overkill. Das Beispiel vom Hinweis auf ein stumpfes Sägeblatt wird mit dem hektischen Zuruf „Keine Zeit – muss sägen!“ quittiert. Alle schmunzeln. Aber bitter. Denn jedem geht’s doch so. Und jeder fragt sich. Ist das gerecht? Ist das wirtschaftlich? Ist das vernünftig? Ist es human? Warum machen wir das überhaupt (immer weiter/wieder)?

Die richtigen Dinge tun (Auswahl) und die Dinge dann richtig tun (Maßhaltigkeit), das sind die Gebote von Effektivität und Effizienz.  Richtig angewandt müsste damit alles besser werden, jeden Tag ein bisschen – tut es dass nicht, war es Verschwendung von Zeit, Geld und Nerven. Dann wird auch im Kaizen nach der Verschwendung gesucht. Dazu braucht es wieder Zeit, Nerven und auch Geld – aber wer die nicht einzusetzen wagt, der riskiert das Falsche zu tun und dies auch noch in der Durchführung falsch. Braucht kein Mensch.  

Feedback-Monday Fortsetzung

Im vorausgegangenen Montags-Post haben wir über Liebe und Hass zu Feedback gesprochen. Ganz im Sinne des Kaiwin (Kaizen) lasst uns doch kontinuierlich dran bleiben und das Verständnis verbessern! – Verständnis (Nicht-Besserwisserei) ist es doch, was der Feedback-Kommunikation zugrunde liegen soll. Wenn wir uns auf den Weg machen, Feedback besser zu verstehen, müssen wir ganz im Sinne des Zen die Achtsamkeit erhöhen. Achten wir auf Feedback. Wie ist es, wenn es uns begegnet? Nach Internetbestellungen gibt es die Bitte um Feedback. Bewerte den Händler. Auf dem Klo im Flughafen werden wir nach unserer Einschätzung gefragt. Grün – sauber, gelb – naja, rot – geht gar nicht. Seminaranbieter und Referenten bitten in einem Bogen um Feedback. Hotels lassen im Zimmer einen Bewertungsbogen und einen Stift. Unser Autohaus fragt nach der Inspektion über eine telefonische Anfrage nach der Güte der ausgeführten Arbeiten. Ist das schon Feedback, wenn wir knöpfe drücken, Kreuzchen machen oder gemäß einer (vorformulierten)  Auswahl von Eigenschaften der Inspektionsausführung ein Prädikat geben? Ich meine Nein! – Urteile sind kein Feedback. Sie schließen eine Nicht-, Fehl- oder Schwach-Leistung mit einem Wert-Urteil ab. Beurteilungen leben von einem Über- Unterordnungsschema. Der Urteilende steht über dem zu Beurteilenden. Wer fühlt sich da wohl? Es ist doch ein Flashback in Schulzeiten, in denen ein Lehrer mich und meine Leistung als Schüler bewertete. Ein Rollen(schau)spiel am Ende eines Arbeitsganges. Konnte ich mich für diesen Arbeitsgang verbessern? Nein. Nur im nächsten Lernabschnitt einen neuen Versuch unternehmen, diesen dann besser zu bearbeiten. Das ist nicht Feedback! Feedback ist meines Erachtens prozessbegleitend. Wiederkehrende Ausführungen werden achtsam beobachtet und Verbesserungen überlegt. Nochmal aber besser – dranbleiben. Kontinuierlich nach Verschwendung suchen ist der Auftrag im Kaizen. Auf Augenhöhe. Alles andere ist Beamtenbeurteilung. Wie gut das ist, sagt einem jeder Beamter, der nicht Karrierist ist. Ich hatte in meiner Laufbahn einen Chef, der hatte es verstanden. Er sagte des Öfteren „Wenn Du noch effizienter werden möchtest, dann solltest Du …. (es folgte ein Vorschlag). So nahm ich die innenwohnende Kritik leichter an, denn ich bekam eine Chance es beim nächsten Mal zu optimieren. Fair. Auf Augenhöhe. Mit gleicher Verantwortung für das Ergebnis. Ja, Feedback ist Kritik. Feedback ist aber auch ein Verbesserungsvorschlag. Doch ganz im Sinne der Technikwelt, aus der der Begriff Feedback entnommen ist („Rückkopplung“), geht es um einen Regelkreislauf. Und wer dies weiß, ist fit für den Weg mit Feedback.  Gute Woche und bis nächsten Montag. Da reden wir darüber, wie es mit Feedback läuft. Seid achtsam!

Euer Gerald

Montags: Feedback Liebe

Im Zen heißt es, Du musst eins werden, mit dem was Du tust. „Wenn Du Kartoffeln schälst, dann schäl Kartoffeln“. In die Jetzt-Zeit hat das die ehemalige Nachrichten Sprecherin, Eva Hermann, einmal so ausgedeutet, dass man nicht viele Dinge gleichzeitig tut. Wenn es also ums Telefonieren geht, dann bügelt man nicht gleichzeitig oder bedient gefährliche Maschinen. Das Zitat aus dem Zen klingt erst einmal banal und kaum philosophisch. Der Zenmeister, Kodo Sawaki (* 16. Juni 1880 in Tsu; † 21. Dezember 1965 in Kyoto), nannte den Gedanken, der dahinter steht, den des „shikan“. Alles muss einfach sein. Leider ist aber vieles im Leben, privat oder beruflich, verwirrend und vielgestalt. Und zu unserem Thema „Feedback“ gelingt der Einstieg mit dem Vielen, was wir im Leben, privat oder beruflich, dazu erlebt haben oder uns gesagt und beigebracht wurde, erst einmal nur mühsam. Es sind die vielen Enttäuschungen, Verletzungen und Verwirrungen, die wir mit Feedback verbinden. Wie soll da Liebe zu einem Konzept wie Feedback entstehen können. Und genau dass passiert. Wir könnten also Feedback ablehnen, es hassen. Ja, das ist auch ein Weg hinein in Feedback. Wenn, nur wenn, wir uns damit so tief auseinandersetzen, wie jemand, der Feedback liebt. Alles muss uns am Feedback auffallen, wenn wir es wirklich hassen oder lieben wollen. Und was fällt uns zum Thema Feedback ein? 50 Jahre schon prägt die Diskussion um Feedback, das psychologische Verständnis. Es geht um die Kompensation des Selbstwahrnehmungs-Defizits, das mit der Logik festgestellt wird. Das sogenannte Johari-Fenster, in welchem sich, geteilt durch zwei Sprossen, vier Felder  einteilen lassen und eines zeigt unsere Unvollkommenheit, uns ganz wahrzunehmen, weil es eben nur andere, Außenstehende, können. Ja, da haben schon viele ihre Wahrnehmung angeboten, die leider nicht den Teil erhellt haben, sondern eben in Konflikt zu unserer eigenen Wahrnehmung kamen. Feedback als Streit um die Wahrheit, „Du siehst das so, aber ich seh es halt anders!“ Entsteht so die Liebe zum Feedback, verknüpfen sich so angenehme Erfahrungen? Eher nicht. Oder das sogenannte Feedback-Sandwich. Eine Faustformel, nach welcher Feedback mit einem akzeptablen Lob beginnt, (persönliche! – es sollen Ich-Botschaften verwendet werden) Kritik folgt und das ganze mit einem weiteren Lob „geheilt“ oder bekömmlich für den Empfänger gemacht werden. Entsteht so die Liebe zum Feedback, verknüpfen sich so angenehme Erfahrungen? Das Gegenteil ist oft der Fall. Und so verdrehen viele die Augen, wenn ihnen Feedback in Aussicht gestellt wird. Sie hassen es. Und ich sage, das ist gut so. Hasst Feedback! Es kann der Einstieg sein in richtiges Feedback und den Umgang mit ihm. Wenn statt der Vermeidung und dem Ausweichen ein Sich-Stellen erfolgt. Nicht mit dem aktuell geäußerten, sondern mit dem wahren Kern von Feedback und was es zu leisten in der Lage ist. Dazu mehr im nächsten Beitrag und den weiteren noch Folgenden  zur Kultur, der Kompetenz und den Abläufen von Feedback. Wir befassen uns dann auch mit dem Image und der Qualität von Feedback, dem Wachstum von und mit Feedback und seiner Integration bzw. seiner integrierenden Kraft. Vergessen werden wir auch nicht das Konzept der Nachhaltigkeit von Feedback. Unsere Philosophie nennen wir KAIWIN, angelehnt an die Konzept des Kaizen als Weg. Der Weg der kontinuierlichen Verbesserung. Mit Feedback.

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