Feedback Montag – Fortsetzung

Wiederholung langweilt! Sie ist Zeitverschwendung. Neues muss her. Immer Neues. Das fordert die Kreativität und Improvisationsfähigkeit. Neues weckt Neugier und aktiviert die Aufmerksamkeit. Ganz normal. Ganz natürlich. – Ganz falsch! Im Kaizen bzw. im KAIWIN gehen wir den Weg der kontinuierlichen Verbesserung. Wir glauben, dass aus dem ständigen Verbessern kleine Innovationen erwachsen. Die Lust am Forschen und Erfinden wird so ebenso befriedigt wie bei permanentem Auf-den-Kopf-stellen. Nur eben sanft, achtsam und im Frieden. Heute wird viel nach Disruptionen gefragt und diese eingefordert. Abriss. Lösung vom Alten. Erproben des Neuen. – Aber eine Gewöhnung steckt doch auch darin! Es muss nur immer lauter, drastischer und provokanter werden. Denn die Nebenfolgen sind Abstumpfung. Die Werbung gibt davon ein beredtes Beispiel. Sie muss „krass“ sein. Alles muss krass sein.  Menschen gewöhnen sich nun aber mal an „krasses“ und dann muss es eben noch krasser sein. Abstumpfung ist es, die überwunden werden muss. Abstumpfung ist aber auch ein Selbstschutz. Kognitiv arbeitet jeder Mensch auf einer sehr natürlichen Effizienzbasis. Was nichts bringt, wird nicht weiterbearbeitet und auch nicht wiederholt. Fehler oder Fehlentscheidungen oder Fehlverhalten zu wiederholen wäre nicht klug, oder? Schon gar nicht mit einem Plan! Alles Überflüssige und ach der Überfluss rauscht durch oder allenfalls mit.  Im Zustand der permanenten Angeregtheit, Erregtheit und Aufgeregtheit soll aber niemand zur Ruhe kommen. Die gehetzten Zeitgenossen Ächzen – aber sie müssen weitermachen. Information-Overkill. Das Beispiel vom Hinweis auf ein stumpfes Sägeblatt wird mit dem hektischen Zuruf „Keine Zeit – muss sägen!“ quittiert. Alle schmunzeln. Aber bitter. Denn jedem geht’s doch so. Und jeder fragt sich. Ist das gerecht? Ist das wirtschaftlich? Ist das vernünftig? Ist es human? Warum machen wir das überhaupt (immer weiter/wieder)?

Die richtigen Dinge tun (Auswahl) und die Dinge dann richtig tun (Maßhaltigkeit), das sind die Gebote von Effektivität und Effizienz.  Richtig angewandt müsste damit alles besser werden, jeden Tag ein bisschen – tut es dass nicht, war es Verschwendung von Zeit, Geld und Nerven. Dann wird auch im Kaizen nach der Verschwendung gesucht. Dazu braucht es wieder Zeit, Nerven und auch Geld – aber wer die nicht einzusetzen wagt, der riskiert das Falsche zu tun und dies auch noch in der Durchführung falsch. Braucht kein Mensch.  

Feedback-Monday Fortsetzung

Im vorausgegangenen Montags-Post haben wir über Liebe und Hass zu Feedback gesprochen. Ganz im Sinne des Kaiwin (Kaizen) lasst uns doch kontinuierlich dran bleiben und das Verständnis verbessern! – Verständnis (Nicht-Besserwisserei) ist es doch, was der Feedback-Kommunikation zugrunde liegen soll. Wenn wir uns auf den Weg machen, Feedback besser zu verstehen, müssen wir ganz im Sinne des Zen die Achtsamkeit erhöhen. Achten wir auf Feedback. Wie ist es, wenn es uns begegnet? Nach Internetbestellungen gibt es die Bitte um Feedback. Bewerte den Händler. Auf dem Klo im Flughafen werden wir nach unserer Einschätzung gefragt. Grün – sauber, gelb – naja, rot – geht gar nicht. Seminaranbieter und Referenten bitten in einem Bogen um Feedback. Hotels lassen im Zimmer einen Bewertungsbogen und einen Stift. Unser Autohaus fragt nach der Inspektion über eine telefonische Anfrage nach der Güte der ausgeführten Arbeiten. Ist das schon Feedback, wenn wir knöpfe drücken, Kreuzchen machen oder gemäß einer (vorformulierten)  Auswahl von Eigenschaften der Inspektionsausführung ein Prädikat geben? Ich meine Nein! – Urteile sind kein Feedback. Sie schließen eine Nicht-, Fehl- oder Schwach-Leistung mit einem Wert-Urteil ab. Beurteilungen leben von einem Über- Unterordnungsschema. Der Urteilende steht über dem zu Beurteilenden. Wer fühlt sich da wohl? Es ist doch ein Flashback in Schulzeiten, in denen ein Lehrer mich und meine Leistung als Schüler bewertete. Ein Rollen(schau)spiel am Ende eines Arbeitsganges. Konnte ich mich für diesen Arbeitsgang verbessern? Nein. Nur im nächsten Lernabschnitt einen neuen Versuch unternehmen, diesen dann besser zu bearbeiten. Das ist nicht Feedback! Feedback ist meines Erachtens prozessbegleitend. Wiederkehrende Ausführungen werden achtsam beobachtet und Verbesserungen überlegt. Nochmal aber besser – dranbleiben. Kontinuierlich nach Verschwendung suchen ist der Auftrag im Kaizen. Auf Augenhöhe. Alles andere ist Beamtenbeurteilung. Wie gut das ist, sagt einem jeder Beamter, der nicht Karrierist ist. Ich hatte in meiner Laufbahn einen Chef, der hatte es verstanden. Er sagte des Öfteren „Wenn Du noch effizienter werden möchtest, dann solltest Du …. (es folgte ein Vorschlag). So nahm ich die innenwohnende Kritik leichter an, denn ich bekam eine Chance es beim nächsten Mal zu optimieren. Fair. Auf Augenhöhe. Mit gleicher Verantwortung für das Ergebnis. Ja, Feedback ist Kritik. Feedback ist aber auch ein Verbesserungsvorschlag. Doch ganz im Sinne der Technikwelt, aus der der Begriff Feedback entnommen ist („Rückkopplung“), geht es um einen Regelkreislauf. Und wer dies weiß, ist fit für den Weg mit Feedback.  Gute Woche und bis nächsten Montag. Da reden wir darüber, wie es mit Feedback läuft. Seid achtsam!

Euer Gerald

Montags: Feedback Liebe

Im Zen heißt es, Du musst eins werden, mit dem was Du tust. „Wenn Du Kartoffeln schälst, dann schäl Kartoffeln“. In die Jetzt-Zeit hat das die ehemalige Nachrichten Sprecherin, Eva Hermann, einmal so ausgedeutet, dass man nicht viele Dinge gleichzeitig tut. Wenn es also ums Telefonieren geht, dann bügelt man nicht gleichzeitig oder bedient gefährliche Maschinen. Das Zitat aus dem Zen klingt erst einmal banal und kaum philosophisch. Der Zenmeister, Kodo Sawaki (* 16. Juni 1880 in Tsu; † 21. Dezember 1965 in Kyoto), nannte den Gedanken, der dahinter steht, den des „shikan“. Alles muss einfach sein. Leider ist aber vieles im Leben, privat oder beruflich, verwirrend und vielgestalt. Und zu unserem Thema „Feedback“ gelingt der Einstieg mit dem Vielen, was wir im Leben, privat oder beruflich, dazu erlebt haben oder uns gesagt und beigebracht wurde, erst einmal nur mühsam. Es sind die vielen Enttäuschungen, Verletzungen und Verwirrungen, die wir mit Feedback verbinden. Wie soll da Liebe zu einem Konzept wie Feedback entstehen können. Und genau dass passiert. Wir könnten also Feedback ablehnen, es hassen. Ja, das ist auch ein Weg hinein in Feedback. Wenn, nur wenn, wir uns damit so tief auseinandersetzen, wie jemand, der Feedback liebt. Alles muss uns am Feedback auffallen, wenn wir es wirklich hassen oder lieben wollen. Und was fällt uns zum Thema Feedback ein? 50 Jahre schon prägt die Diskussion um Feedback, das psychologische Verständnis. Es geht um die Kompensation des Selbstwahrnehmungs-Defizits, das mit der Logik festgestellt wird. Das sogenannte Johari-Fenster, in welchem sich, geteilt durch zwei Sprossen, vier Felder  einteilen lassen und eines zeigt unsere Unvollkommenheit, uns ganz wahrzunehmen, weil es eben nur andere, Außenstehende, können. Ja, da haben schon viele ihre Wahrnehmung angeboten, die leider nicht den Teil erhellt haben, sondern eben in Konflikt zu unserer eigenen Wahrnehmung kamen. Feedback als Streit um die Wahrheit, „Du siehst das so, aber ich seh es halt anders!“ Entsteht so die Liebe zum Feedback, verknüpfen sich so angenehme Erfahrungen? Eher nicht. Oder das sogenannte Feedback-Sandwich. Eine Faustformel, nach welcher Feedback mit einem akzeptablen Lob beginnt, (persönliche! – es sollen Ich-Botschaften verwendet werden) Kritik folgt und das ganze mit einem weiteren Lob „geheilt“ oder bekömmlich für den Empfänger gemacht werden. Entsteht so die Liebe zum Feedback, verknüpfen sich so angenehme Erfahrungen? Das Gegenteil ist oft der Fall. Und so verdrehen viele die Augen, wenn ihnen Feedback in Aussicht gestellt wird. Sie hassen es. Und ich sage, das ist gut so. Hasst Feedback! Es kann der Einstieg sein in richtiges Feedback und den Umgang mit ihm. Wenn statt der Vermeidung und dem Ausweichen ein Sich-Stellen erfolgt. Nicht mit dem aktuell geäußerten, sondern mit dem wahren Kern von Feedback und was es zu leisten in der Lage ist. Dazu mehr im nächsten Beitrag und den weiteren noch Folgenden  zur Kultur, der Kompetenz und den Abläufen von Feedback. Wir befassen uns dann auch mit dem Image und der Qualität von Feedback, dem Wachstum von und mit Feedback und seiner Integration bzw. seiner integrierenden Kraft. Vergessen werden wir auch nicht das Konzept der Nachhaltigkeit von Feedback. Unsere Philosophie nennen wir KAIWIN, angelehnt an die Konzept des Kaizen als Weg. Der Weg der kontinuierlichen Verbesserung. Mit Feedback.

Puszta – Heiß wie Paprika

Die vergangenen vier Tage war Fahr-Training angesagt. In Ungarn – mitten im Juni – stiegen die Temperaturen auf 35°C Luft. Der Teer heizte damit auf über 50° C auf. Wir waren mit sehr guten langjährigen Freunden zum Panoniaring aufgebrochen, um unsere Fahrkünste zu verbessern. Veranstalter war “Valentinos” und das ist den Jungs und Mädels prima gelungen. Es gab viel Fahrzeit und zur Würze mehrere Sprint- und ein Endurancerennen. Aus Freude am Neuen haben wir uns für das 2-Stunden-Endurance-Rennen eingeschrieben. Mit meinem Sohn habe ich ein Team gebildet und unsere Fahrzeiten eingeteilt. Zweimal vierzig- und zwei Mal zwanzig- Minuten-Einsätze hatten wir als machbar geplant und auch umgesetzt.
Den Le-Mans Start wollte Junior, wenn er auch der Fittere ist, doch nicht machen und so habe ich mein “Erstes Mal” den Sprint über die Startzielgerade zum Moto hingelegt. Am Nachmittag kühlte es schon ein bisschen ab und ich hatte den Trainingsturn davor in der Mittagshitze ausfallen lassen. So ein Rennen ist eine klasse Erfahrung. Eine 3-Sekunden-Zeitverbesserung sprang auch raus, weil im Sportlichen Modus immer nochmal mehr Schub aus einem selbst komt, als wenn man so “vor sich hintrainiert”. Das haben wir die vier Tage reichlich gemacht. Junior mit seiner neu erworbenen YZF R3 (42 Pferdchen) und ich mit meiner SV 650, mit der ich ein gutes Stück vertrauter wurde. Leistungsmäßig waren wir am Platz die Schlusslichter. Es sind halt viele 600er und 1000er dabei, die es richtig können. Aber durch VALENTINOS Klasseneinteilung kam man sich nicht ins Gehege und wir konnten unseren “Ausbildungsbetrieb” sicher durchführen. Nach jedem Turn wurde Fahrerfeedback zwischen uns besprochen. Und so konnten wir immer eine Verbesserung nach der anderen durchführen. Ob Haltung (weiter hinten sitzen statt nur am Tank, Körperverlagerung zur Kurve auch links raus), Blickführung, Einlenk- und Bremspunkte, Gangwahl, Variation der Linien (Max Neukirchner als Instruktor sind wir einfach mal hinterher gefahren) , das alles ging bei soviel Fahrzeit ohne Renndruck am besten.
In unserem ersten Endurance-Rennen haben wir dann doch den 2. Platz gemacht und waren damit echt überrascht worden, als wir auf das Treppchen durften (Vorteil wenn man in einer Exoten-Klasse antritt). Ein kleine Trophäe haben wir also am 19. Geburtstag vom Sohnemann on Top als “fiib it Racing Team” gewonnen. Pannonia, VALENTINOS und einfach den Entschluss, mal zum Training auf den Track zu gehen, kann ich nur jedem/r ans Herz legen. – Moto ist ein praktischer Sport und da kann ich nur Praxis empfehlen. Fahren, Fahren und nochmal Fahren. Mit Konzept und Verstand. (Bilder folgen)
Nächster Stop ist Most (CZ) und wir freuen uns schon, mit der Moto Klassik und vielen guten Freunden an den Start zu rollen.

fiib.it-Racer auch dieses Wochenende aktiv

Das letzte Mai-Wochenende  war wieder Mai-Pokal Revival auf dem Hockenheimring. 500 Starter gingen in diesem Jahr 2019 in den verschiedenen Rennklassen an den Start. Das garantierte volle Starterfelder. Bei den Superbikes standen sogar 50 Fahrer mit ihren Maschinen in der Startaufstellung. Und heiß wars. Und heiß gings auch her. Sprichwörtlich hatte meine treue SV 650 mit der Hitze zu kämpfen. Immer wieder auf die Temp.Anzeige schauen macht nicht wirklich schnelle. Auch nicht, wenn die neue Bremspumpe einfach keinen Druck hinkriegt. Das führte im Rennen zwei zu einem Fahrfehler Ende Start Ziel, der Sue Pink Lady #67 mächtig die Tür aufmachte und das hat sie dann eiskalt genutzt. Trotzdem war ich mit den Rennergebnissen zufrieden. Denn im Rennen zwei habe ich dann doch noch meine Wunschzeit von 1:50 hingekriegt. Nach dem ersten Trainingslauf mit einer 1:51 klemmten dann in allen Trainings irgendwo 2-4 Sekunden und sorgten für Frust beim Fahrer. Schwamm drüber. Es war einfach nur mombastisch. Wir waren ne klasse Boxencrew. Wir haben uns geholfen, wo’s ging und Crew-Mitglied, Annik, meine liebe Tochter, war Boxen- und Umbrella-Girl in einem. Mein Sohn hat in der Ferne seinen Boxkampf gewonnen. Alle und alles ist heil geblieben und so kanns nach als nächstes mit guten Freunden nach Pannonia gehen. Danke Birgit Thiel für die prima Fotos und Stefan Thiel für die guten Tipps und den fairen Fight in R2. Danke Manfred John und Crew für die Orga. Machen wir wieder! Next Stop Most, CZ… #gasgasvollgas #revnroll

fiib ist auch auf Xing aktiv!

Gerald Marimón hat 2009 nicht nur das fiib feedlab-institute, sondern auch die MoM-Gruppe (Manager on Motorbikes) auf Xing gegründet. Seit 2018 wurde hier, währen der Winterzeit, regelmäßig die sog. MoMtagsfrage gestellt.
Dabei handelte es sich um eine wöchentliche Umfrage, bei der die Teilnehmer in ca. 5 Minuten Fragen rund um die Themen Motorrad und Management (MoM-Themen) beantworten sollten. Die Umfrage startete immer am Montag gegen 12:30 Uhr. Daher der Name “MoMtagsfrage”.

Damit die Antworten der Teilnehmer sicher sind und nicht auf irgendwelchen ausländischen Servern “für jedermann zugänglich” sind, haben wir uns entschieden, die Umfragen mit unserem hauseigenen fiib- Feedback- und Umfragetool zu erstellen und auszuwerten. Made in Germany hostet in Germany!

Dies hat für beide Seiten Vorteile:
1. Ist ein kleiner Spaßfaktor in der MoM gegeben und die MoM erfahren über die Auswertung mehr über die Zusammensetzung, Interessen und Hobbys der anderen MoM.
2. Können wir vom Feedlab-institute unser Tool einer “Belastungsprobe” unterziehen. Und als Auswertung dieser Probe können wir sagen: Läuft!

Wir freuen uns, wenn Ihr auch in der Offseason 2019/20 wieder bei den MoMtagfragen mitmacht und uns so bei der Verbesserung unseres Tools unterstützt. Danke an alle Teilnehmer!

Euer MoM-/ fiib-Team


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